Ammen Dornfingerspinne
Die Ammen Dornfingerspinne ist eigentlich im Mittelmeerraum heimisch. Bei wärmerem Klima ist sie jedoch in letzter Zeit auch in Deutschland immer öfter anzutreffen, nicht nur in Bayern. In diesem Artikel klären wir Fragen zur Ammen Dornfingerspinne und zum Dornfinger Biss.
Erfahren Sie mehr über das Aussehen, die Lebensweise und Lebensräume. Auch zur Verbreitung und dem Verhalten der Spinne erhalten Sie Informationen. Zudem erklären wir, welche Folgen der Ammen Dornfinger Biss für Menschen haben kann.
Davon abgesehen gibt es auch positive Aspekte über die Spinne zu berichten. Dornfinger sind häufig in Europa und Nordamerika vorkommende Spinnen. Sie sind zwar giftig, aber ihre Bisse haben selten ernsthafte medizinische Konsequenzen.
Dornfingerspinne erkennen
Dornfingerspinnen kommen in Europa und in Amerika häufig vor. Die Ammen Dornfingerspinne trägt den wissenschaftlichen Namen Cheiracanthium punctorium. Sie wird maximal 1,5 Zentimeter groß. Weibchen sind dabei ein wenig größer als Männchen. Der Vorderkörper ist rot und orange. Blicken Sie von vorne auf das Tier fällt die Warntracht sofort ins Auge.
Die Kieferklauen sind gut ausgebildet und oben auch rot und orange. Unten ist die Dornfingerspinne schwarz, die daran anknüpfenden Giftklauen sind es ebenfalls. Ihre Beine sind verhältnismäßig länger als der Körper. Sie sind bräunlich bis gelb. Einzig die Spitzen ihrer Tarsen erscheinen dunkelgrau oder schwarz. Der hintere Körper wirkt gelb bis hin zu olivgrün.
Die Weibchen weisen bis zur Ablage der Eier auf dem Hinterkörper einen hellen Spitzenfleck auf. Nachdem sie ihre Eier abgelegt hat, verblasst der Fleck und ist kaum mehr zu sehen. Der Hinterkörper erscheint wieder einfarbig. Der Hinterkörper der Männchen ist mit einem breiten Mittelband in Grüngrau versehen. Ihre Giftklauen sind deutlich länger und biegen sich ein wenig nach außen.
Kein Fangnetz, aber ein Ruhegespinst
Die Dornfingerspinne stellt keine Fangnetze her. Nachts suchen sie ihre Nahrung. Welche Beute sie bevorzugen ist noch nicht erforscht. Tagsüber verweilen sie in ihren Ruhegespinsten. Diese befinden sich in krautigen Vegetationen, bevorzugt in Frucht- und Blütenständen. In den Gespinsten arbeiten Dornfingerspinnen maximal zwei Öffnungen ein. Während sie sich häuten, verschließen sie diese. Parallel zur Geschlechtsreife erreichen Ruhegespinst die maximale Größe. Im Rahmen einer Studie wurde festgestellt, dass die Gespinste höchstens fünf Tage bewohnt werden.
Dornfinger Fortpflanzung
Zur Vermehrung spinnen die Menschen an den Ruhegespinsten der Weibchen ein eigenes. In unseren Gefilden erfolgt das in der Regel im Juli. Nachdem es sich letztmalig gehäutet hat, zerstört das Männchen die Trennwand und es kommt zur Kopulation. Dabei wendet sich der Bauch des Männchens zum weiblichen Vorderkörper. Die Fangbeine führt das Männchen abwechselnd in die weibliche Geschlechtsöffnung ein. Nachdem die Kopulation beendet ist, finden die Männchen den Tod.
Die Entwicklung der Jungspinnen beginnt zwischen drei und fünf Wochen, nachdem die Eier abgelegt wurden. Das Gespinst verlassen sie nach ihrer Häutung. Die Mutterspinnen bleiben fast während der gesamten Zeit im Gespinst und schützen den Nachwuchs. Werden sie gestört, dann gehen sie zum Angriff über und starten Beißversuche.
Im Oktober, manchmal erst im November zerstören die Weibchen das Gespinst und entlassen den Nachwuchs in die Freiheit. Die Weibchen bleiben zurück und sterben einige Zeit später. Die Gespinste mit den toten Insekten sind häufig im Dezember und Januar noch erhalten. Der Nachwuchs verbleibt in Bodennähe und erstellt nun selbst kleine Gespinste.
Verhalten von Dornfingerspinnen
Dornfingerspinnen halten sich in Offenbiotopen mit Hochstauden und hohem Gras auf. Im mittleren Europa befinden sie sich auf Wiesen, Ackerbrachen oder in Waldlichtungen. Gerne auch in Saumbiotopen. Häufig halten sie sich an trockenen Orten auf, hin und wieder in Feuchtwiesen. Sie bevorzugen gebietsabhängig Rietgras.
Die Verbreitung der Spinnen erstreckt sich von warmen über subtropische Gebiete im Osten Mitteleuropas. Im Mittelmeerraum bis Zentralasien ist sie ebenfalls zu finden.
Die Tiere sind größtenteils nachtaktiv und spinnen kein Netz, um Beute zu fangen. Sie schleichen sich an Beutetiere an, die durch den Dornfingerspinnen Biss gelähmt oder getötet werden. Nach der Jagd suchen sie in ihrer Gespinstglocke Schutz.
Ist der Dornfinger Spinnen Biss gefährlich?
Unter Umständen ist es also durchaus möglich, dass man im hohen Gras von einem Dornfinger gebissen wird. Dies fühlt sich erst einmal ähnlich an wie ein Wespenstich. Sie können jedoch die beiden Einstichstellen der Kieferklauen erkennen.
Welche Krankheiten und Symptome folgen auf den Spinnenbiss? Sie sind zwar giftig, doch haben ihre Bisse nur selten ernsthafte medizinische Folgen. Gut zu wissen: der Ammen Dornfinger Biss bei Menschen erfolgt dosiert. Das Tier setzt also nicht sein gesamtes Gift auf einmal ein. Daher sollte man auf jeden Fall vermeiden, noch ein zweites Mal gebissen zu werden.
Nach einem Biss kann es zu heftigen Symptomen kommen. Das Gift verursacht zum Teil starke Schmerzen. Die betroffene Stelle schwillt an und verfärbt sich einer blaurot. Wer besonders sensibel ist, reagiert zudem mit Kreislaufbeschwerden, Erbrechen und Übelkeit. Selten kann es dabei sogar vorkommen, dass das kontaminierte Gewebe abstirbt.
Dornfingerspinnenbiss können eine Reihe von Symptomen hervorrufen:
- teilweise heftige Schmerzen
- Gewebeschwellung
- Schwindelgefühle
- Übelkeit
- erhöhte Körpertemperatur oder Fieber
- eventuell Schüttelfrost
- gelegentlich auch ein Anschwellen von Lymphknoten
Ist die Ammen Dornfingerspinne ein Schädling?
Wie alle anderen Spinnenarten auch hat die Dornfingerspinne eine positive Wirkung auf das Ökosystem. Sie werden manchmal als Schädlinge bezeichnet, doch sind Spinnen im Grunde sehr nützlich für uns Menschen. Zu ihren Beutetieren gehören viele Insektenarten, sodass die Anzahl anderer Schädlinge nicht Überhand nehmen kann.
Zusammenfassung
Sie haben erfahren, wie Sie Ammen Dornfingerspinnen erkennen können. Auch über ihre Lebensweise, Vermehrung und Entwicklung haben wir berichtet. Dornfingerspinnen Weibchen sind größer als Männchen. Sie sind rot-orange am Vorderkörper, der hintere Teil ist gelb bis olivgrün. Die Tiere sind nachtaktiv und brüten ihre Eier zwischen drei und fünf Wochen aus. Auch die wichtigsten Details und Informationen zum Dornfingerspinne Biss haben wurden erklärt.
Wichtig für Sie: wie kann man sich schützen? Da Dornfinger vor allem im hohen Gras zu finden sind, sollten Sie dies nach Möglichkeit meiden. Wenn Sie auf den Wegen bleiben, kann Ihnen keine Spinne gefährlich werden.